Vulgarnamen als Kulturgut und Identitätsfaktor

Haus- und Vulgarnamen sind ein jahrhundertealtes Kulturgut unserer ländlichen Regionen, die vielfach seit dem Mittelalter bekannt sind und als Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal lange Zeit wesentlich wichtiger waren, als die Schreibnamen. Sie sind häufig Kombinationen von Vornamen von Vorbesitzern mit Berufs-, Gewerbe-, Funktions- oder Gegendbezeichnungen. Vulgarnamen verorten Menschen, und binden sie an einen konkreten Ort, an ein Haus bzw. einen Hof. Mit dem Strukturwandel des ländlichen Raums, der Abnahme von Bauernhöfen, der Abwanderung aus dem ländlichen Raum und der Zunahme von Neusiedlungen verschwinden Vulgarnamen aus dem Bewusstsein und verlieren an Bedeutung.

Das Projektziel ist die Bewusstseinsbildung in der ansässigen Bevölkerung für den Wert ihrer Vulgarnamen als regionales Kulturgut und individuelles Identitätsmerkmal. Das Projekt soll in zumindest sechs Gemeinden des Bezirks Feldkirchen durchgeführt werden. Die Bezirksleitung des Kärntner Bildungswerks in Feldkirchen als (ehrenamtliche) Projektleitung wird die Bevölkerung in den Gemeinden zur Beschäftigung mit den Vulgarnamen ihrer Ortschaften aktivieren und sie bei der Umsetzung der Projektmaßnahmen begleiten und beraten. In jeder Projektgemeinde wird zumindest eine Person, oder ein Verein für die örtliche Projektleitung und -Umsetzung gesucht.

Zum Downloaden:

Vulgarnamen als Kulturgut und Identitätsfaktor

formblatt-zur-projektauswahl_vulgarnamen

 

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