Start für die „Kärntner Trüffel“

Ein kärntenweit einzigartiges Projekt wird in Mittelkärnten umgesetzt: Im Zuge eines LEADER-Projektes wird in der Gemeinde Eberstein als „Start-up“ eine Trüffelplantage entstehen.

Die sogenannte Burgundertrüffel ist in ganz Europa heimisch und wächst innerhalb einer großen Bandbreite von Klima- und Bodenbedingungen. Diese Trüffelart kann natürlich auch in Kärnten unter unterschiedlichsten Bedingungen wachsen. In der Gemeinde Eberstein wurde außerdem das Vorkommen von der „Wilden Trüffel“ bereits nachgewiesen. Die biologischen Landwirte Andrea und Wolfgang Müller setzen nun ihre Vision einer Mittelkärntner Trüffel in die Tat um und legen im Rahmen eines LEADER-Projektes in Gutschen eine Trüffelplantage an. Damit wollen sie die Trüffelkultur in Österreich aufleben lassen und zugleich der regionalen Gastronomie wertvolle Trüffeln liefern.

„Trüffelplantagen sind eine neue Form der Landwirtschaft, die sehr extensiv ist“, erklären Andrea und Wolfgang Müller. „Wir haben viele Vorteile – die Kulturen sind sehr langlebig, wir brauchen keinen Dünger und wir brauchen keine Pestizide, wir fördern heimische Tier- und Pflanzenarten, die auf diesen Plantagen wachsen können und auch erwünscht sind. Das ist auf jeden Fall ökologisch wertvoll und im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft ein Riesengewinn“.

„Bei diesem LEADER-Projekt handelt es sich um eine neue Idee – um ein unkonventionelles und mutiges Projekt und ist nicht zuletzt ein wichtiger Baustein in unserem Bemühen, einen positiven Neustart im Görtschitztal zu erreichen“, erklärt Dr. Andreas Duller, Geschäftsführer der Regionalentwicklung kärnten:mitte.

Bei dieser Trüffelplantage handelt es sich um ein landwirtschaftliches Projekt, das sich an einer ökologisch nachhaltigen, den lokalen Erfordernissen entsprechenden Produktion versucht. Andrea und Wolfgang Müller haben im Vorfeld zu diesem Projekt die Gegebenheiten des Geländes, des Klimas, der Böden und der notwendigen Bewässerung auf Nutzbarmachung und Anpflanzung mit Trüffeln eingehend geprüft und für geeignet befunden. Dabei hat es sich gezeigt, dass der Standort Gutschen ein optimaler Standort für eine derartige Plantage ist.

Die Trüffelplantage ist darüber hinaus eine spannende und ausbaufähige Möglichkeit, aus der gesetzlichen Pflicht zur Nachpflanzung bei Kahlschlägen – als Resultat von Sturmschäden etwa – einen landwirtschaftlichen Mehrertrag zu erzielen. Darüber hinaus trägt diese Plantage zur biologischen Artenvielfalt bei und schützt den Boden vor Verkarstung.
In weiterer Folge ist angedacht, Führungen auf Trüffelplantagen anzubieten, und den Besuchern die Möglichkeit zu bieten, einmal selbst auf „Trüffeljagd“ zu gehen. „Das ist zugleich natürlich auch eine neue Idee für den Tourismus“, so Dr. Duller.

 

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