„Kräuter“ als Leitmotto für das Gurktal

Das LEADER-Projekt „Gurktaler Kräuterparadies“ schreitet zügig voran. Jetzt wurden die „Kräuterwege-Wandertafeln“ in Gurk aufgestellt, und in Weitensfeld fand die Eröffnung des „Kräuterlehrpfades“ statt.

Kräuterwanderwege, Kräuterzimmer, Kräuterwirte, Kräuterhotspots…… Im Gurktal dreht sich alles rund um Kräuter, denn im Rahmen des LEADER-Projektes „Gurktaler Kräuterparadies“ wird in den Gemeinden Straßburg, Gurk, Weitensfeld und Glödnitz engagiert an der Kräuter-Strategie gearbeitet, die Gäste künftig begeistern soll.

Projektkoordinatorin DI Gerda Berg freut sich über die gute Dynamik und das große Engagement aller Beteiligten, gemeinsam ein großartiges Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem das Gurktal als „Kräuterparadies“ positioniert wird.

Leitsystem für Kräuterwege

Jetzt ist es soweit: Die ersten Gurktaler Kräuterwege wurden mit einem Leitsystem (standardisierten Wegweisern für Wanderwege) ausgestattet, und zwar an den beiden Wanderwegen in der Gemeinde Gurk – dem Gurker „Marktspaziergang“ und dem Wanderweg nach Pisweg. Ausgehend vom Dom zu Gurk, wo man sich zu Beginn der Wanderung neben dem Kräutergarten des „Gurktaler Alpenkräuterlikörs“ oder bei der hübschen „Kräuterschnecke“ im Hof des Domes auf das Thema Kräuter einstimmen kann, sind nun Wege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgewiesen:

Am 2,2 km langen „Marktspaziergang“ erkundet man zuerst die „Wass-er-leben Oase“ an der Gurk. Vorbei an einer Wildkräuterböschung führt dieser leicht begehbare Rundweg am linken und rechten Gurkufer entlang wieder zurück in den Ort. Ein etwas herausfordernder Wanderweg führt auf etwa 6,7 km Länge hinauf nach Pisweg, wo man beim Kräuterwirt „Zum Kramer“ einkehren kann. Die Wanderweg-Beschilderungen in den weiteren Gurktaler Gemeinden sind im Laufen!

Kräuterfest am Biotop „Gurkknie“

Letzte Woche wurde am sogenannten „Gurkknie“ in Weitensfeld mit einem fulminanten Kräuterfest der Kräuterlehrpfad eröffnet. Dieser Weg wurde von den zwei ersten Klassen der NMS Weitensfeld gestaltet. Die kräuterbegeisterten Schüler überzeugten die Gäste unter Direktor Helmut Lackner und unter Federführung von Johanna Gauster mit eigens getexteten Kräuter-Liedern, einem Kräuterquiz, einem Theaterstück rund um die Kräuterhexe Vanilla u. v. m. Beim Fest gab es natürlich auch ein selbst hergestelltes Kräuterbuffet, Kräutersäfte, einen Kräuterbazar mit selbst gezogenen Kräutern, Kräutertees und Kräuter-Kosmetikartikel. Die Begeisterung für das Kräuterthema war augenscheinlich, kein Wunder.

Kräuterbroschüre

Das Projekt: Für die bisher leerstehenden Schautafeln am Gurkknie wurden von den Schülern Pflanzenportraits von Kräutern erstellt, die dem Wanderer auf dem neu beschilderten Kräuterwanderweg auf den Zammelsberg begegnen. Auf Deutsch und Englisch kann man sich nicht nur textlich über verschiedenste heimische Kräuter informieren, sondern auch mittels QR-Codes über das Smartphone Informationen einholen. Neben den Schautafeln wurde von der NMS auch eine kleine Kräuterbroschüre erstellt. Diese Kräuterbroschüre der NMS liegt in der Gemeinde Weitensfeld, im ADEG-Geschäft und in der Fleischerei auf.

„Der neue Kräuterlehrpfad im Naturjuwel Gurkknie ist ein überaus gelungenes Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur die Freizeitoase in Weitensfeld, sondern die gerade entstehende Kräuterlandschaft im gesamten Gurktal immens bereichert“, so DI Berg. „Es freut uns sehr, dass sich auch schon die Jugend mit der Kräuter-Thematik befasst.“

Übersicht_Kräuterlandkarte

Kräuterwirte, Kräuterzimmer & noch mehr

Neben den sechs ausgewiesenen Kräuterwanderwegen wird auch ein „Kräuterwirte“ – Netzwerk geknüpft. Dabei werden neun Kräuterwirte im gesamten Gurktal den Wanderern Speisen mit den unterschiedlichsten regionalen Kräutern anbieten.

Außerdem werden neben dem Gurkknie als ein „Kräuterhotspot“ noch mehrere weitere „Kräuterhotspots“ ausgewiesen, also Örtlichkeiten, an denen es spezielle Verknüpfungen zu Kräutern gibt wie Kräutergärten, Kräuterhöfe.

Beherberger des Gurktales werden mit besonderen Angeboten wie Kräuterzimmer, Kräuterkissen, Kräuterseifen, Kräutersirupe etc. ihre Gäste verwöhnen. Das Kräuter-Thema ist auch im neu eröffneten JUFA Hotel Stift Gurk präsent, so nimmt sich die Zimmerausstattung des Hotels der „Kräuterthematik“ an – es gibt Kräuter-Dekorationen, Duftpölster, eine Teebar mit den verschiedensten Sorten, auch Kräuterrezepte liegen auf.

„Mit dem neuen JUFA-Hotel Stift Gurk zusammen mit dem Gurktaler Kräuterparadies wird die Region weiter gestärkt“, sagt Dr. Andreas Duller, Geschäftsführer der Tourismusregion Mittelkärnten. „Zudem werden mit der Kräuter-Thematik sicherlich auch noch neue Gästeschichten angesprochen“.

Gefördert durch LEADER – Facts zum Projekt:

LEADER-Projekt: „Gurktaler Kräuterparadies“

Projektträger: Tourismusregion Mittelkärnten

Gesamtkosten: € 180.000

Fördervolumen: € 126.000

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