Fokus Gewalt an Frauen

In Österreich kommt es verstärkt zu Fällen von Gewalt im Kontext von Migration. Nun gibt es eine Million Euro für Projekte, die diesem Kontext sowie der Genitalverstümmelung gegenwirken! Einreichungen sind ab sofort möglich – der Österreichische Integrationsfonds informiert!

Laut Rohdaten der Kriminalstatistik 2018 ist die Zahl dieser Gewaltdelikte um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei Gewalt im familiären Umfeld liegt der Anteil der ausländischen Verdächtigen bei fast 50 Prozent. Praktiken wie etwa Zwangsheirat werden – entgegen der gültigen Rechtslage – auch hierzulande weiterverfolgt. So schätzen Experten etwa, dass in Österreich gegenwärtig jährlich mehrere hundert Mädchen und Frauen von Zwangsheirat betroffen sind.

Alarmierende Zahlen! Experten gehen in Österreich auch von einer erhöhten Anzahl bei Fällen der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) aus: Schätzungen zufolge leben in Österreich zwischen 6.000 und 8.000 von FMG betroffene Mädchen und Frauen, noch mehr Mädchen sind davon betroffen; geschätzt 500.000 Opfer von FGM leben in Staaten der Europäischen Union. Besonders betroffen sind Frauen aus Somalia, wo über 90 Prozent der Frauen von Genitalverstümmelung betroffen sind, aber auch Frauen und Mädchen aus Ägypten oder dem Sudan.

Eine Million Euro für Projekte gegen Gewalt an Frauen und FGM. Die Integration von Frauen und Maßnahmen gegen Gewalt sind ein zentraler Arbeitsschwerpunkt in der Integrationsarbeit des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres sowie des Österreichischen Integrationsfonds. Der Österreichische Integrationsfonds hat daher einen Sonderaufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen für Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen im Kontext mit Migration sowie gegen weibliche Genitalverstümmelung gestartet. Einreichung für Projekte in ganz Österreich, die im Zeitraum vom 01. Juli 2019 bis 30. Juni 2021 umgesetzt werden, sind ab sofort bis 18. März 2019 möglich.

Mit dem Sonderaufruf werden Projekte gefördert, die
– Frauen und Mädchen, die von Gewalt oder FGM betroffen oder gefährdet sind, über ihre Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten informieren,
– durch fachliche betreuung die Lebensqualität der von FGM betroffenen Frauen steigern und über Therapiemöglichkeiten informieren sowie
– auch Männern und männlichen Angehörigen klar das Gewaltverbot in Österreich sowie die Folgen von sexueller und physischer Gewalt an Frauen vermitteln.
Weitere Informationen stehen auf der ÖIF-Website zur Verfügung.

Foto © Regionalmanagement kärnten:mitte

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