Drei LEADER-Kleinprojekte in der Gemeinde Eberstein

In St. Oswald werden im kommenden Frühjahr drei LEADER-Kleinprojekte umgesetzt: Bei allen drei Projekten geht es um Sanierungen – nämlich um die des Dorfplatzes von St. Oswald, des Zuganges zum Kärntner Volksliedhaus und um den Glawischnig-Mulle-Mittergradnegger Brunnen.

Vor zehn Jahren wurde die alte Volksschule von St. Oswald zum Kärntner Volksliedhaus um- und ausgebaut – gewidmet den Wegbegleitern des Kärntnerliedes Glawischnig, Mulle und Mittergradnegger, und dient als Stätte für Volkskultur und Brauchtum. Ziel ist es, die vielen kulturellen Vereine und kreativen Personen in den Bereichen Lied, Musik, Mundart und Schriftsprache sowie Brauchtum in die Aktivitäten des Kärntner Volksliedhauses einzubinden. Die Seminarräume sind mit technischen Anlagen modern ausgerüstet. Bisher besuchten rund 12.000 Menschen das Volksliedhaus, die es für Seminare, Schulungen oder Tagungen nutzten.

Durch Witterungseinflüsse sind die Stufen zum Haupteingang allerdings schwer beschädigt, sodass Unfallgefahr in Verzug ist.

Im Zuge des LEADER-Projektes „Sanierung Zugang zum Kärntner Volksliedhaus mit behindertengerechtem Eingangsbereich“ wird der Stiegenaufgang zum Haupteingang neu gestaltet, und zugleich ein barrierefreier Zugang errichtet – Steinstufen mit Niveauregulierung zum Eingang, sowie eine zusätzliche Absicherung durch Handläufe. Projektträger ist der Verein zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses mit Obmann Bgm. Andreas Grabuschnig.

„In vielen Dörfern ist mit den Jahren leider der typische Dorfcharakter verloren gegangen“, bedauert Bürgermeister Andreas Grabuschnig. „Uns ist es umso wichtiger, dafür Sorge zu tragen, dass der Dorfcharakter erhalten bleibt. Mit den Investitionen im Rahmen dieser drei Projekte wollen wir dazu beitragen. Es geht darum, alte Dorfstrukturen aufrechtzuerhalten und auch das kulturelle Angebot unserer Gemeinde zeitgemäß anbieten zu können.“

Im weiteren LEADER-Projekt wird der Glawischnig-Mulle-Mittergradnegger Brunnen saniert. Dieser Brunnen erinnert an die langjährige Entwicklung. Immerhin gilt das Kärntner Lied weit über die Kärntner Grenzen hinaus als Symbol tiefer Verwurzelung in Kultur und Brauchtum der Region. Der Brunnen ist dreistrahlig und mit verschiedenen musikalischen Symbolen verziert. Da allerdings „der Zahn der Zeit“ sehr stark an der Fassade des Brunnens nagte, wurde eine Sanierung bzw. eine Neugestaltung unumgänglich.

 

Sanierung des Dorfplatzes von St. Oswald

Und im Zuge eines weiteren, dritten LEADER-Projektes finden Ausbesserungs- und Adaptierungsmaßnahmen am Dorfplatz von St. Oswald statt.

Der Dorfplatz von St. Oswald ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Ort der Begegnung, des Verweilens und der Kommunikation. Vor fünf Jahren wurde eine neue Zufahrt zum Pfarrhof errichtet, und im Zuge dessen wurden wegen Gefahr in Verzug drei Linden geschlägert. Mittlerweile wurden drei junge Linden gepflanzt – sozusagen die Initialzündung für die Sanierung des Platzes.

Mit der Beseitigung noch bestehender alter Baumstrünke, dem Einbau eines Frostkoffers und der Errichtung von Sitzgelegenheiten wird der Platz im Frühjahr saniert und optisch ansprechend gestaltet. Projektträger ist die Dorfgemeinschaft St. Oswald.

Derzeit werden für alle drei LEADER-Projekte Angebote eingeholt, es findet auch eine Bürgerbeteiligung statt etc. Die Sanierungsarbeiten werden im kommenden Frühjahr umgesetzt.

„Diese drei Projekte stehen zum einen für den Erhalt des Kulturerbes, zum anderen wird aber auch ein wichtiger touristischer Beitrag geleistet“, sagt Dr. Andreas Duller, Geschäftsführer der Regionalentwicklung kärnten:mitte. „Hier kommen immer wieder Wanderer, Radfahrer, E-Biker, Motorradfahrer und Ausflügler vorbei. Nach den anstehenden Maßnahmen werden die Plätze zum gemütlichen Verweilen einladen. Das hat eine positive Wirkung auf die nachhaltige Entwicklung der Region“.

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